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  • Drohnen-Anschläge, Sabotage und Cyberattacken: Wirtschaft warnt vor hybriden Angriffen

11.08.2026

87% der deutschen Unternehmen halten eine ernsthafte Krise infolge hybrider Angriffe für wahrscheinlich und sehen insbesondere bei der Cyberabwehr erheblichen Nachholbedarf.

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Am Leipziger Flughafen ist am 05.08.2026 ein geplanter Drohnen-Anschlag gescheitert, doch die deutsche Wirtschaft befürchtet erfolgreiche Angriffe dieser Art und entsprechende Folgen. 87% der Unternehmen halten es für wahrscheinlich, dass es in Deutschland zu einer ernsthaften Krise infolge hybrider Angriffe kommt. Bei hybriden Auseinandersetzungen greifen staatliche Akteure, die oft im Verborgenen bleiben, mithilfe von klassischen analogen Mitteln oder Cyberattacken Wirtschaft, Verwaltung oder Infrastrukturen oder weitere Einrichtungen an. Die Angriffe können beispielsweise in Form von Brand- oder Sprengstoffanschlägen erfolgen, werden seit einigen Jahren aber zunehmend durch Cyberattacken oder eben auch mit Drohnen durchgeführt.

Sorge vor hybrider Krise wächst

18% der Unternehmen halten eine ernsthafte Krise infolge solcher Angriffe für äußerst wahrscheinlich, gut zwei Drittel (69%) halten es für eher wahrscheinlich. Nur 5% der Unternehmen halten ein solches Szenario für eher unwahrscheinlich, 3% für äußerst unwahrscheinlich. Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung von 1.003 Unternehmen in Deutschland mit 10 oder mehr Beschäftigten.

„Bei der Diskussion über hybride Angriffe in einer Grauzone zwischen Krieg und Frieden geht es nicht mehr um ein theoretisches Risiko. Deutschland wird digital jeden Tag tausendfach attackiert, dabei führt die Spur immer öfter nach Russland und China und zu staatlichen Geheimdiensten. Aber auch physische Angriffe auf kritische Infrastrukturen, Verwaltung und Unternehmen sind Realität“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Wir müssen die Resilienz von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft massiv erhöhen – und zwar so schnell wie möglich. Tech-Unternehmen und Start-ups können mit innovativen und leistungsfähigen Technologien zur Abwehr hybrider Bedrohungen einen wichtigen Beitrag liefern.“

Düsterer Ausblick

Drei Viertel (75%) der Unternehmen gehen davon aus, dass die politischen Spannungen zwischen Russland und der Nato oder den USA und Iran die Gefahr analoger und digitaler Angriffe auf Deutschland erhöhen. Nur ein Drittel (33%) sieht Deutschland aktuell gut auf Cyberangriffe vorbereitet.


Bitkom vom 06.08.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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