• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Bundesregierung startet digitales Bürokratiemeldeportal

16.12.2025

Die Bundesregierung hat das Portal „EinfachMachen“ ins Leben gerufen. Darüber können Betroffene ihre Erfahrungen einbringen und Verbesserungsvorschläge zum Bürokratierückbau machen – eine Möglichkeit, die es bisher auf Bundesebene in dieser Form noch nie gab.

Beitrag mit Bild

©jat306/fotolia.com

Ob im Einwohnermeldeamt, bei einer Unternehmensgründung oder beim Bauantrag – viele Verwaltungsabläufe lassen sich einfacher gestalten. Oft dauern Vorgänge zu lange, sind zu kompliziert oder schlicht unnötig. Der spürbare Rückbau der Bürokratie ist deshalb eines der zentralen Handlungsfelder der Modernisierungsagenda der Bundesregierung. Die Modernisierungsagenda hat sich zum Ziel gesetzt, Entscheidungen, Prozesse und Strukturen der öffentlichen Verwaltung zu vereinfachen.

Neues Portal zur Beteiligung

Um bürokratische Hürden besser und schneller zu erkennen, sollen diejenigen miteinbezogen werden, die davon betroffen sind: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Verbände und Verwaltungsbeschäftigte. Deshalb hat die Bundesregierung das neue Portal „EinfachMachen“ ins Leben gerufen. Das Ziel: eine moderne Verwaltung, die sich an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert.

Verbesserungsvorschläge mit sieben Klicks

Über das Portal können bürokratische Hürden beschrieben und konkrete Verbesserungsvorschläge mit nur sieben Klicks eingereicht werden. Jede Meldung wird kategorisiert und analysiert – und kann helfen, Verfahren und Regelungen zu verbessern. Alle Menschen in Deutschland können aktiv mitwirken und so eine moderne, effiziente und bürgernahe Verwaltung gestalten.

Ein Projekt im Aufbau

Das Melde-Portal startet zunächst als Beta-Version und wird ab 2026 schrittweise ausgebaut. Die Analyse soll zukünftig zunehmend automatisiert durch KI-Unterstützung stattfinden; unter Wahrung aller Datenschutz- und Sicherheitsstandards. Letztlich sollen konkrete und umsetzbare Verbesserungsvorschläge für spürbaren Bürokratierückbau sorgen.

Kritik vom Bitkom

Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom, erklärt: „Das EinfachMachen-Portal kann der Startpunkt für einen schnellen und flächendeckenden Bürokratieabbau sein. Um Bürokratie abzubauen, muss man wissen, an welchen Stellen sie am meisten hemmt. Hier setzt die Bundesregierung mit ihrem EinfachMachen-Portal an. Damit erhält sie erstmals umfassend Rückmeldung von jenen, die allzu oft unter Bürokratie leiden: den Menschen und Unternehmen in unserem Land. Das Portal schafft die Grundlage, um künftig kontinuierlich Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern, gesellschaftlichen Gruppen und Verbänden, der Wirtschaft und der Wissenschaft zu sammeln. Jetzt müssen die Ressorts bei der Beseitigung dieser Hürden an einem Strang ziehen. Allerdings liegen viele bürokratische Aufgaben in der Verantwortung von Ländern, Städten und Gemeinden. Perspektivisch muss das Portal daher zu einem gesamtstaatlichen Meldeportal weiterentwickelt werden. Und damit das Portal auf breite Akzeptanz stößt, ist Transparenz entscheidend. Bereits eingebrachte Vorschläge sollten künftig zusammen mit dem Bearbeitungsstand online für alle einsehbar sein.“

 


Bundesregierung vom 12.12.2025 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

Weitere Meldungen


Meldung

©Jamrooferpix/fotolia.com

16.07.2026

Genossenschaften sollen schneller gegründet, digital organisiert und besser vor unseriösen Geschäftsmodellen geschützt werden.

weiterlesen
Modernisierung für das Recht der Genossenschaften

Meldung, Wirtschaftsrecht

khwaneigq/123rf.com

15.07.2026

Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz setzt die Bundesregierung stärker auf Technologieoffenheit und individuelle Entscheidungen.

weiterlesen
Neues Gebäudemodernisierungsgesetz verabschiedet

Meldung

©vege/fotolia.com

13.07.2026

Die aktuelle D&O-Studie zeigt, dass Geopolitik in der Risikowahrnehmung vorrückt; auch KI-bezogene Unsicherheiten sind ein Thema.

weiterlesen
Geopolitik und KI werden zum Vorstandsrisiko

Meldung

wuw-online

10.07.2026

Das OLG Köln hat eine Werbung der Lufthansa untersagt, dass nachhaltiger Flugkraftstoff die Emissionen des konkret gebuchten Fluges reduziere.

weiterlesen
Klimaklage gegen Lufthansa: Irreführende Werbung mit CO2-Reduzierung
WuW Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für WIRTSCHAFT und WETTBEWERB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul WuW im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)