20.01.2026

Künstliche Intelligenz (KI) ist in die Spitzengruppe der globalen Unternehmensrisiken aufgestiegen und liegt 2026 auf Platz 2 gegenüber Platz 10 im Vorjahr. Dies ist der größte Sprung in der diesjährigen Rangliste.

Beitrag mit Bild

peshkova/123rf.com

Cybervorfälle sorgten 2025 für zahlreiche Schlagzeilen und sind laut dem Allianz Risk Barometer auch 2026 weltweit die größte Sorge für Unternehmen. Das vergangene Jahr war zudem ein bedeutendes Jahr für Künstliche Intelligenz (KI). Dass das Risiko auf Platz 2 im Ranking landet und den größten Sprung macht (von Platz 10 auf Platz 2), unterstreicht die Komplexität von KI als operativem und rechtlichem Risiko, aber auch als Gefahr für die Reputation von Unternehmen.

Dennoch glaubt fast die Hälfte der Befragten, dass KI ihrer Branche mehr Vorteile als Risiken bringt. Ein Fünftel ist gegenteiliger Meinung. Zum ersten Mal überhaupt gehören Betriebsunterbrechungen (BU) nicht mehr zu den beiden größten Risiken, sondern fallen auf Platz 3 zurück. BU bleiben jedoch ein wichtiges Thema, da sie häufig eine Folge anderer Risiken in den globalen Top 10 sind.

Faktoren wie eine ruhigere Hurricane-Saison im Jahr 2025 führen dazu, dass Naturkatastrophen im Vergleich zum Vorjahr auf Platz 5 zurückfallen. Unterdessen klettern politische Risiken und Gewalt von Platz 9 auf Platz 7. Hintergrund ist hier vor allem die zunehmende Besorgnis über geopolitische Instabilität und Konflikte auf der ganzen Welt.

Gesetzgebung und Regulierung sind ein Risiko in Deutschland

Unter den deutschen Teilnehmenden der Studie belegen erneut Cyber-Attacken und Betriebsunterbrechungen die Plätze 1 (2025: 1) und 2 (2025: 2). Neu auf dem dritten Platz sind Änderungen in Gesetzgebung und Regulierung. Dies könnte ein Hinweis auf bürokratische Pflichten für Unternehmen und regulatorische Unsicherheiten sein. KI wird von den Befragten in Deutschland auf Platz 4 eingestuft und ist neu im Ranking vertreten. Politische Risiken und Gewalt rutschen gegenüber dem Vorjahr von Platz 6 auf 10. Dies ist vor dem Hintergrund zahlreicher politisch motivierter Anschläge in Deutschland, wie auf die Bahn-Infrastruktur oder zuletzt in Berlin, überraschend.


Allianz vom 14.01.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

Weitere Meldungen


Meldung

©Dan Race/fotolia.com

05.03.2026

Der BGH stellt klar, dass das Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz ausschließlich für Kapitalanleger gedacht ist und nicht für kreditgebende Banken.

weiterlesen
Wirecard-Komplex: Kreditgebende Banken fallen nicht unter das Kapitalanleger-Musterverfahren

Meldung

©p365.de/fotolia.com

04.03.2026

In der Gesellschaft mit gebundenem Vermögen (GmgV) soll das Vermögen in der Gesellschaft verbleiben. Es wäre damit nicht möglich, Gewinne einfach auszuzahlen.

weiterlesen
GmgV: Eine neue Rechtsform für nachhaltiges Unternehmertum

Meldung

©sdecoret/fotolia.com

04.03.2026

Das Produkthaftungsrecht wird reformiert. Dies bedeutet eine deutliche Ausweitung der Haftungsrisiken in einer zunehmend digitalen Wirtschaft.

weiterlesen
Gesetzentwurf zum Produkthaftungsrecht vorgelegt

Meldung

©beebright/fotolia.com

03.03.2026

Die NIS-2-Richtlinie hat strengere Cybersicherheits- und Meldepflichten eingeführt, die wegen ihres hohen administrativen Aufwands kritisch bewertet werden.

weiterlesen
Cyberangriffe: Unternehmen ringen mit NIS-2
WuW Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für WIRTSCHAFT und WETTBEWERB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul WuW im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)